Jako doma: Meine Welt ohne Heimat

Mittwoch / 01. 06. 2016
Atrium FSS, Masarykova univerzita / Joštova 10
 
Die Organisation Jako doma (Wie zu Hause) stattete obdachlose Frauen mit Fotoapparaten aus, mit denen diese ihren Lebensalltag dokumentieren sollten. Die Fotografinnen lieferten ungewöhnliche Zeugnisse ihrer Heimat(losigkeit) ab – aus Wohnheimen, Frauenasylen, Parks, Gebüschen und von unterwegs. Der Betrachter kann nunmehr aus ihrer Perspektive einen Blick auf Dinge, Männer, Freundinnen, öffentliche und verborgene Orte werfen. Die Betonung alltäglicher Gegenstände – Zimmerpflanzen, Bücher, Fenster, Regale, Schuhe, Rucksäcke – lassen die Wichtigkeit des Trivialen erahnen. Diese Betonung verweist auf die nie endende Bemühung, sich in jeder Art von Umgebung ein Heim zu schaffen. Mit den Worten Evas, einer der Fotografinnen: „Meine Fotos sind nicht nur heiter, sondern auch traurig, weil ich um mich herum sehr viel an Trauer und Verzweiflung sehe. Sie konzentrieren sich nicht auf eine bestimmte Sache, ich habe alles um mich herum fotografiert. Ganz gewöhnliche Alltagsdinge, mit denen sich jemand, der eine Wohnung hat, vielleicht gar nicht aufhalten würde, die mir dabei aber furchtbar wichtig sind.“

Geöffnet Mo–Fr 9:00–18:00, am Samstag bis 15:00
Eintritt frei.