Die Geschichte der Schiffbrüchigen von der Patria

Sonntag / 22. 05. 2016
grossen Saal, Cihlářská 19

Adolf Eichmann versuchte im Jahr 1940, Unruhen in Palästina auszulösen, indem er eine große Zahl an Juden aus den besetzten Ländern Europas dorthin verfrachten ließ. Die Reise in vollkommen ungeeigneten Schiffen über das Schwarze und das Mittelmeer zog sich über viele Wochen hin, die von Hunger, Elend und Krieg geprägt waren. Als die Flüchtlinge den Hafen von Haifa erreichten, verweigerten ihnen die britischen Behörden, an Land zu gehen. Es wurde entschieden, die Flüchtlinge mit dem Hochseeschiff Patria in ein Lager auf der Insel Mauritius zu verbringen. Die verzweifelten Flüchtlinge wussten, dass nach königlich britischem Recht Schiffbrüchigen die Hilfe nicht verweigert werden darf, und so zündeten sie auf ihrem eigenen Schiff eine Sprengladung. Jene, die diese Katastrophe überlebten, erhielten die Genehmigung, das Heilige Land zu betreten.

Regie: Pavel Štingl / Tschechien / 1997 / 59 Minuten

Der Eintritt zum Film ist frei.

Für die freundliche Genehmigung zur öffentlichen Vorführung des Films danken wir Památník Šoa Praha.